Die FBB betreibt den Flughafen Schönefeld und über ihre Tochtergesellschaft BFG den Flughafen Tegel. Im Jahr 2018 wurden an den Flughäfen rund 34,7 Millionen Passagiere befördert. Damit ist Berlin der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland. Um die nötigen Kapazitäten für die Zukunft zu schaffen, entsteht derzeit der neue Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt am Standort Schönefeld.
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Gate 66 Frühjahr 2012

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Die ganze Welt des Flughafens: Unser Kundenmagazin informiert Sie viermal im Jahr über die Flughäfen Schönefeld und Tegel und den Flughafen Berlin Brandenburg, neue Airlines und Ziele sowie die Metropolregion Berlin-Brandenburg.

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12 Gate 66 Flight Level Reiseziel: XXXX Das Tor zur Welt Flughafen Schönefeld: Die Entwicklung vom ehemaligen DDR- Regierungsflughafen zum Drehkreuz für Billigflieger. Natürlich denken wir heute europäisch, da reicht schon ein Blick auf unser Reiseverhalten. Zum Konzert fliegen wir nach London. Für Museen nach Paris. Und zum Strand nach Mallorca. Und dann wollen wir auch noch etwas Neues kennenlernen. Wie heißt noch mal die estnische Hauptstadt? Richtig, Tallinn. Los geht’s! Für uns sind Kurztrips in die europäischen Metropolen selbstverständlich geworden. Das liegt auch daran, dass die Preise für Flüge vor zehn Jahren einen Sturzflug hingelegt haben. Zu verdanken ist dies vor allem den Billigfliegern, die das Reisen revolutioniert haben. Und der Flughafen in Schönefeld hat bei dieser Entwicklung ganz vorne mitgespielt. Ein Grund ist die britische Airline easyJet, die im Mai 2004 zum ersten Mal von der Startbahn in Berlin-Schönefeld rollte – und damit den Luftverkehrsmarkt ordentlich in Turbulenzen brachte. EasyJet, die viertgrößte Airline in Europa, ist im Billigflieger-Segment neben Germanwings der Platzhirsch in Schönefeld. Dabei war der Aufschwung, den die Billigflieger nach Schönefeld brachten, gar nicht zu erwarten. Zu DDR-Zeiten startete hier die Staatslinie Interflug. Hier auf dem Rollfeld von Schönefeld war es, wo Leonid Breschnew kurz nach seiner Ankunft Erich Honecker auf den Mund küsste. Im Intershop, einem schmucklosen Flachbau zwischen Bahnhof und Terminal, konnten die Westdeutschen bis zum Mauerfall billig Zigaretten und Alkohol kaufen, während die Waren für die meisten DDR-Bürger dagegen unerreichbar blieben. Nach der Wende verbrachte der ehemalige Zentralflughafen der DDR einige Jahre im Dornröschenschlaf. In einem teuren Dornröschenschlaf allerdings. Bevor easyJet nach Schönefeld kam, betrug der Betriebsverlust 2003 rund 32 Millionen Euro. Nur 1,7 Millionen Fluggäste wurden abgefertigt – so wenige wie seit 1977 nicht mehr. Als der ehemalige Bahn-Chef Hartmut Mehdorn am Bahnhof in Schönefeld ankam, fiel ihm spontan ein: „Abreißen!“ Eine Äußerung, die er durchaus auch auf das Terminalgebäude Fotos: Günter Wicker / Ligatur

Gate 66 13 Abschied von Schönefeld und Tegel Flight Level Der Boom-Flughafen bezogen wissen wollte, nur 600 Meter vom Bahnhof entfernt. 1976 in einem ersten Schritt errichtet, wurde es 1984 erweitert. Und um Zeit und Kosten zu sparen, wurden bei der Erweiterung zwei aufeinander gesetzte Normplatten des Typs „Kaufhalle“ verwendet. Kein Wunder, dass der Flughafen auch in den neunziger Jahren und zu Beginn des 21. Jahrhunderts noch DDR-Atmosphäre verströmte. Doch seit 2004 und dem Ansiedlungserfolg von easyJet ging es stets bergauf. Der Anteil des Low-Cost-Verkehrs in Schönefeld liegt bei mehr als 80 Prozent. Bis zum Jahr 2011 ist die Zahl der Fluggäste kontinuierlich auf 7,3 Millionen Passagiere gestiegen. Allein easyJet hat seit 2004 mehr als 21 Millionen Passagiere ab Schönefeld geflogen. Ein beliebiger Wintermorgen in Schönefeld: In der Ankunftshalle schließen Frauke und Johannes Wiesner ihre Mäntel. „Kalt ist es hier“, sagen die beiden. Das Ehepaar kommt gerade aus Rom. Sie haben dort ein verlängertes Wochenende verbracht. „Vatikan, Petersdorm, Spanische Treppe, das volle Programm“, erzählt Frauke Wiesner begeistert von den Stationen ihres Besuchs. Geflogen sind sie natürlich mit einer Günstig- Airline. Und das zu Preisen, die zuvor wegen der geringen Nachfrage beim Zehnfachen lagen. Auf diese Weise konnten in den vergangenen Jahren auch Normalverdiener vorher unerreichbare Ziele kennenlernen. Für diese Gruppe von Reisenden hat sich sogar ein eigener Begriff gebildet: der easyJetset. Ein Begriff, den der Journalist Tobias Rapp in seinem Buch „Lost and Sound“ geprägt hat, einer Art Liebeserklärung an Berlin. Denn schließlich profitieren nicht nur die Berliner und Brandenburger von der Vielzahl an Flugzielen ab Schönefeld, auch die deutsche Hauptstadtregion erlebt seit der Ansiedlung durch die Günstig-Airlines einen Tourismus-Boom. „Wir haben errechnet, dass unsere Passagiere allein 2009 eine Milliarde Euro nach Berlin gebracht haben,“ so easyJet-Deutschlandchef Thomas Haagensen. Insgesamt verzeichneten die Hotels der Stadt im vergangenen Jahr etwa 22 Millionen Übernachtungen. Das war gut eine Million mehr als im Jahr zuvor. Eine Entwicklung, die durch den Flughafen Schönefeld maßgeblich befördert wurde – und sich mit dem neuen Flughafen Berlin Brandenburg weiter fortsetzen wird. Robert Müller 1934 Die Henschel-Flugzeugwerke beginnen in Schönefeld ihren Flugzeugbau. Es werden drei je 800 Meter lange Start- und Landebahnen errichtet. 1945 Die sowjetischen Luftstreitkräfte ziehen nach Schönefeld, die Aeroflot beginnt mit dem Luftverkehr nach Moskau. 1947 Die Sowjetische Militäradministration ordnet den Aufbau eines zivilen Flughafens an, die russische Luftfahrtlinie Aeroflot beginnt mit dem zivilen Flugbetrieb in Schönefeld. Da das Gebiet außerhalb der Stadtgrenze liegt, konnte auch die DDR-Fluglinie Interflug dort starten und landen, was für die westdeutsche Lufthansa auf den innerstädtischen Flughäfen Tegel und Tempelhof aufgrund des Vier-Mächte-Abkommens nicht ging. 1963 Eine Buslinie von Charlottenburg (Westberlin) zum Flughafen Schönefeld nimmt ihren Betrieb auf. 1969 Die Grenze von einer Million Passagiere pro Jahr wird überschritten. 1976 Das spätere Terminal A wird unter dem Namen NPA (Neue Passagier-Abfertigung) in Betrieb genommen. 1991 Nach der Wiedervereinigung wird die Interflug stillgelegt. Die Passagierzahlen auf dem Flughafen gehen stark zurück. 1993 Die Fluggastbrücken des Terminal A werden gebaut. Bis dahin waren die Flugzeuge nur über das Feld erreichbar. 1996 Berlin, Brandenburg und der Bund beschließen als Gesellschafter den Bau des internationalen Flughafens für Berlin und Brandenburg (BBI). Als Gebiet wird der Flughafen Schönefeld vorgesehen, der einen umfangreichen Ausbau erfahren soll. 2003 Der Flughafen, der in den 1990er Jahren vor allem für Charterflüge genutzt worden ist, wird zunehmend von Günstig-Airlines angeflogen (Ryanair, V Bird, Germanwings). 2004 Mit der Ansiedlung von easyJet wird der Flughafen für viele Passagiere noch interessanter. 2010 Der Flughafen im Süden von Berlin ist aus seinem Dornröschenschlaf erwacht und hat sich zum Boom-Flughafen Deutschlands entwickelt. Bis zum Jahr 2010 ist die Zahl der Fluggäste kontinuierlich auf 7,3 Millionen Passagiere gestiegen. Damit hat Schönefeld innerhalb von fünf Jahren sein Passagieraufkommen fast vervierfachen können. 2011 Das Potsdamer Verkehrsministerium hat den Antrag für den neuen Regierungsflughafen in Schönefeld genehmigt. Dort sollen künftig die Flugzeugflotte geparkt und ausländische Gäste empfangen werden. 2012 Mit Inbetriebnahme des Flughafen Berlin Brandenburg wird der Flughafen Schönefeld geschlossen.

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