Die Flughafengesellschaft FBB betreibt den Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) mit seinen drei Terminals. Berlin ist der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland; gemessen an den ankommenden und abfliegenden Passagieren (ohne Umsteiger) sogar der größte. Die Flughäfen Schönefeld und Tegel fertigten im Jahr 2019, vor der Coronavirus-Pandemie, rund 35,65 Millionen Passagiere ab. Für das Jahr 2020 rechnet die Flughafengesellschaft mit insgesamt rund neun Millionen Passagieren.

The airport company Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) operates Berlin Brandenburg Willy Brandt Airport (BER) with its three terminals. Berlin is the third biggest airport location in Germany and ranks first in terms of origin and destination traffic (not counting connecting passengers). In 2019, before the coronavirus pandemic, the airports in Schönefeld and Tegel handled around 35.65 million passengers. For 2020, the airport company expects a total of around nine million passengers.

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Fluglärmbericht 2015

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Fluglärmbericht der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH für das Jahr 2015.

26 | FBB

26 | FBB Fluglärmbericht 2015 Nordbahnsanierung verändert Fluglärmkonturen Südbahnbetrieb: Veränderte Fluglärmbelastung bei Flugrichtung Ost. Dargestellt ist die Differenz der berechneten Tages-Dauerschallpegel. Karte 4 5 dB Südbahnbetrieb: Veränderte Fluglärmbelastung bei Flugrichtung West. Dargestellt ist die Differenz der berechneten Tages-Dauerschallpegel. Karte 5 5 dB Südbahnbetrieb Schönefeld Aufgrund der Sanierung und der daraus folgenden Schließung der Nordbahn wurde vom 2. Mai bis zum 23. Oktober am Flughafen Schönefeld die Südbahn des BER genutzt. Da die Südbahn in einem Abstand von 1900 Metern zur Nordbahn liegt, ergaben sich im Nahbereich des Flughafens Schönefeld im Hinblick auf den Fluglärm Veränderungen der Be- und Entlastung verschiedener Bereiche. Im Zeitraum der Südbahnnutzung wurden mit Ausnahme der Starts in Richtung Osten bereits die Flugstrecken des BER genutzt. Die Flugstrecken in Richtung Osten wurden durch einen Linksschwenk direkt nach dem Start auf die bestehenden Flugstrecken der Nordbahn geführt, so dass ab Karolinenhof wie bislang geflogen wurde. Die Flugstrecken beider Bahnen und die berechnete Differenz der Fluglärmbelastung (Dauerschallpegel) sind für beide Betriebsrichtungen getrennt in den Karten 4 und 5 dargestellt. Die Isophonen sind hierbei in Differenzen von 5dB dargestellt, wobei der Bereich von -5 bis 5 dB keine Färbung hat. Durch die bei Westbetrieb erfolgte Abkurvung in Richtung Süden ergeben sich hier die größeren Differenzen. Im Nahbereich der Start- und Landebahnen ergeben sich Differenzen bis zu 20 dB. Bei Ostbetrieb ergibt sich für den Bereich westlich von Schulzendorf und Bohnsdorf ein ähnliches Bild. Östlich dieser Linie ist die Fluglärmbelastung von der Bahnnutzung unabhängig. In den Karten 4 und 5 sind zusätzlich die festen Messstellen der Fluglärmüberwachungsanlage des Flugha-

Fluglärmbericht 2015 FBB | 27 Tages-Dauerschallpegel 65 2015 Nordbahn 2014 2015 Südbahn Leq [dB(A)] 60 55 50 45 40 35 30 Waßmannsdorf Diedersdorf Bohnsdorf/ Waldstraße Bohnsdorf/ Fließstraße Siedlung Hubertus Blankenfelde/ Glasower Damm Mahlow/ Waldsiedlung Müggelheim Selchow Siedlung Waltersdorf Karolinenhof Süd Schulzendorf Waltersdorf Kienitzberg Dahlewitz Blankenfelde Süd Kiekebusch Nacht-Dauerschallpegel 65 2015 Nordbahn 2014 2015 Südbahn Leq [dB(A)] 60 55 50 45 40 35 30 Waßmannsdorf Diedersdorf Bohnsdorf/ Waldstraße Bohnsdorf/ Fließstraße Siedlung Hubertus Blankenfelde/ Glasower Damm Mahlow/ Waldsiedlung Müggelheim Selchow Siedlung Waltersdorf Karolinenhof Süd Schulzendorf Waltersdorf Kienitzberg Dahlewitz Blankenfelde Süd Kiekebusch Karolinenhof Nord Messstellen Hauptbelastung bei Nordbahnbetrieb Messstellen Hauptbelastung bei Südbahnbetrieb Karolinenhof Nord Messstellen Hauptbelastung bei Nordbahnbetrieb Messstellen Hauptbelastung bei Südbahnbetrieb fens Schönefeld eingezeichnet. Mit Ausnahme der Messstellen 4, 6 und 11 lassen sich sie Fluglärmereignisse aller Messstellen eindeutig einer Start-/ Landebahn zuordnen. Die Messstellen Waßmannsdorf und Diedersdorf erfassen keinen Fluglärm der Südbahn und wurden während des Südbahnbetriebs abgeschaltet. Die Messstellen Waltersdorf, Kiekebusch und Dahlewitz im An-/Abflug der Südbahn wurden nur während des Südbahnbetriebs betrieben. Die Dauerschallpegel der Zeiträume Nordbahnbetrieb und Südbahnbetrieb sind in den oben dargestellten Diagrammen mit den Jahres-Dauerschallpegeln aus dem Jahr 2014 verglichen. Hierbei sind die Messstellen nach Bahnbezug sortiert. Die Messungen stimmen mit den berechneten Differenzen überein. So liegt der Dauerschallpegel von 62,6 dB(A) an der Messstelle Kienitzberg bei Nutzung der Südbahn um 16,4 dB höher als bei Nordbahnbetrieb. Umgekehrt liegt an der Messstelle Mahlow/Waldsiedlung mit 17,5 dB die höchste Differenz der Messstellen bei Nordbahnnutzung vor. Bei den nächtlichen Dauerschallpegeln ergibt sich ein ähnliches Bild.

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