Die FBB betreibt den Flughafen Schönefeld und über ihre Tochtergesellschaft BFG den Flughafen Tegel. Im Jahr 2017 wurden an den Flughäfen rund 33,3 Millionen Passagiere befördert. Damit ist Berlin der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland. Um die nötigen Kapazitäten für die Zukunft zu schaffen, entsteht derzeit der neue Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt am Standort Schönefeld.
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BER aktuell 11/2016

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Die Zeitung für die Nachbarn des Flughafens Berlin Brandenburg.

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→ 8 | BER aktuell → Im F Von Großbeeren in die Welt Das Güterverkehrszentrum Berlin Quelle: Christian Franzke / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Joachim Gollnick, IPG, zeigt auf das Güterverkehrszentrum Großbeeren. Langsam senkt sich das Greifergestell des Krans über den Container auf dem Güterwaggon. Vorsichtig, tastend richtet der Kranführer die Greifer aus, bis sie die richtige Position erreicht haben. Dann wird der tonnenschwere Container scheinbar mühelos angehoben, schwebt an Stahlseilen durch die Luft und wird zielgenau auf die Ladefläche eines LKW herabgesenkt. Eine Punktlandung. Der LKW gibt Gas und macht sich mitsamt seiner Ladung auf den Weg vom Umschlagterminal zu einem der über 81 Unternehmen, die im Güterverkehrszentrum (GVZ) Berlin Süd Großbeeren angesiedelt sind. „Das Umschlagterminal ist das Herzstück eines jeden GVZ“, sagt Joachim Gollnick. Er ist Leiter Marketing und Vertrieb bei der Infrastruktur- und Projektentwicklungsgesellschaft (IPG), die das GVZ Großbeeren im Auftrag der Gemeinde betreibt. Das Umschlagterminal besteht aus zwei Portalkränen, die auf Schienen vor und zurück fahren und somit bis zu 700 Meter lange Güterzuge entladen können. Hier kommen zum Beispiel der Bierzug aus der Warsteiner Brauerei im Sauerland oder der AlbatrosExpress an, der weiter zu den Seehäfen Hamburg und Bremerhaven fährt. Jährlich werden in Großbeeren 28.000 Ladeeinheiten umgeschlagen. Das entspricht 45.000 Containern mit einer Länge von 20 Fuß, also ungefähr sechs Metern. Gollnick kennt sich auf dem Areal fünf Kilometer südlich von Berlin bestens aus. Schon den ersten Spatenstich für das GVZ hat er 1995 miterlebt. Seitdem ist die Anlage immer weiter gewachsen und erstreckt sich heute auf einer Fläche von 400 Hektar. Von den 220 Hektar, die als Ansiedlungsfläche für Investoren dienen, sind 215 verkauft. „Das bedeutet eine Auslastung von 98 Prozent“, sagt Gollnick und ist sichtlich stolz. Bei den 81 Unternehmen im Güterverkehrszentrum seien mehr als 9.300 Mitarbeiter angestellt. Bei Geldgebern ist der Standort heute beliebt. Da der Platz in Berlin begrenzt ist, verlagern viele Unternehmen ihren Sitz aus der Stadt in das Güterverkehrszentrum, vorrangig Neuansiedlungen aus dem Bereich E-Commerce, stellvertretend zu nennen sind hier Asos und Westwing. Das war nicht immer so: „Am Anfang musste ich Klinken putzen für neue Investoren“, sagt Gollnick. Mittlerweile sei er gut vernetzt und viele Betriebe wendeten sich direkt an ihn. Auch ohne den BER konnten die Flächen im GVZ somit vermarktet werden. Für Unternehmen wie beispielsweise Lekkerland, das u. a. Tankstellen-Shops und Kioske mit dem gesamten Sortiment beliefert, sei die Nähe zum Flughafen wichtig gewesen. Nach der Eröffnung des BER könnten weitere Kapazitäten für Investoren in unmittelbarer Nähe zum Flughafen entstehen.

okus November 2016 Süd Großbeeren stellt sich vor Quelle: Christian Franzke / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Quelle: Christian Franzke / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Die Containerverladestation ist das Herzstück eines jeden Güterverkehrszentrums. Der Großteil der über 9000 Mitarbeiter arbeitet in den Hallen. Frische Brote werden von Großbeeren in die ganze Region verteilt. Viele der Unternehmen in Großbeeren sind Logistikzentren, zum Beispiel von Lidl, FedEx Kühne + Nagel, DB Schenker oder Rhenus. Sie sehen von außen unscheinbar aus und sind meist grau, rechteckig und funktional. Der eigentliche Betrieb spielt sich in ihrem Inneren ab. Die Gebäude fungieren oft als so genannte Cross-Docking-Anlagen. „Man erkennt solche Anlagen daran, dass sie niedrig sind und mit dem LKW von zwei Seiten angefahren werden können“, sagt Gollnick. An der einen Seite werden die Waren angeliefert und im Inneren von so genannten Kommissionierern je nach Bestellung zusammengestellt. Auf der anderen Seite stehen wieder LKW bereit, die die kommissionierte Ware zum Kunden bringen. Gollnick veranschaulicht den Prozess am Beispiel der Firma Harry, die Backwaren herstellt und ebenfalls ein Logistikzentrum im GVZ hat: „Das Brot wird nachts in einer Großbäckerei in Marzahn gebacken, in Großbeeren angeliefert und dann von hier aus in der ganzen Region verteilt.“ Gollnick, der bereits seit mehr als 20 Jahren das GVZ betreut, kann zu jedem Unternehmen eine Anekdote erzählen. Beim Lebensmittelgroßhandel Mediterranean, der griechische Restaurants beliefert, hole er sich zum Beispiel Tipps, bei welchem Griechen in der Umgebung es das beste Fleisch gäbe. Die Vorteile eines GVZ sieht Gollnick in der Verlagerung der Güter von der Straße auf die Schiene sowie die Konzentration vieler Betriebe auf einen Standort, wodurch in dicht besiedelten Räumen viel Platz gespart werde. Außerdem würde es Kooperationen erleichtern. So lagere beispielsweise das Pharmaunternehmen Berlin-Chemie Medikamente beim Tiefkühllogistiker NORDFROST. Durch die Anbindung an Schiene und Straße und die Nähe zum Flughafen Schönefeld ist das Güterverkehrszentrum außerdem gut vernetzt. Während von den Verteilzentren von Penny oder Lidl Ware zu Supermärkten in der Region ausgeliefert wird, fahren andere LKWs von Großbeeren aus in die ganze Welt: „Speditionen wie Schenker oder Emons befördern Güter in Länder wie Spanien und Portugal, Polen oder Russland“, sagt Gollnick. Auch wenn das GVZ Großbeeren in den letzten Jahren stark gewachsen ist – für die Zukunft sieht Gollnick keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr. Der Platz sei begrenzt und so würden lediglich noch die letzten freien Flächen verkauft. Ein neues Projekt für Gollnick und die IPG gibt es jedoch bereits wenige Kilometer entfernt. Sie sollen das Industrie- und Gewerbegebiet An der Eichspitze in Ludwigsfelde auf einer Fläche von rund 70 Hektar im Auftrag der Stadt planen und entwickeln.

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