Die Flughafengesellschaft FBB betreibt den Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) mit seinen drei Terminals. Berlin ist der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland; gemessen an den ankommenden und abfliegenden Passagieren (ohne Umsteiger) sogar der größte. Die Flughäfen Schönefeld und Tegel fertigten im Jahr 2019, vor der Coronavirus-Pandemie, rund 35,65 Millionen Passagiere ab. Für das Jahr 2020 rechnet die Flughafengesellschaft mit insgesamt rund neun Millionen Passagieren.

The airport company Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) operates Berlin Brandenburg Willy Brandt Airport (BER) with its three terminals. Berlin is the third biggest airport location in Germany and ranks first in terms of origin and destination traffic (not counting connecting passengers). In 2019, before the coronavirus pandemic, the airports in Schönefeld and Tegel handled around 35.65 million passengers. For 2020, the airport company expects a total of around nine million passengers.

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BER aktuell 09/2017

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Die Zeitung für die Nachbarn des Flughafens Berlin Brandenburg.

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→ 8 | BER aktuell → Im F Quelle: Hendrik Rybicki / FBB Flugbewegungen für 55 Millionen Passagiere jährlich sind auf den Start- und Landebahnen am BER möglich. Welche Rechtslage greift aktuell? Es gilt der Konsensbeschluss aus dem Jahr 1996, der vorsieht, in Schönefeld einen Single Airport für Berlin zu betreiben und die innerstädtischen Verkehrsflughäfen zu schließen. Beschlossen wurde das von dem Regierenden Bürgermeister Berlins, dem Brandenburgischen Ministerpräsidenten und dem Bundesverkehrsminister. Außerdem gilt der Planfeststellungsbeschluss von 2004. Demnach erlischt die Plangenehmigung für Tegel sechs Monate nachdem am BER beide Start- und Landebahnen in Betrieb genommen wurden. Bis zu 300.000 Anwohner von TXL haben Ende 2019 Anspruch auf Lärmschutzmaßnahmen. Quelle: Günter Wicker / FBB Was würde ein Parallelbetrieb von TXL und BER kosten? Durch die Doppelstrukturen käme es zu zusätzlichen Kosten für Personal, Material und Infrastruktur, beispielsweise bei der Instandhaltung, der Sicherheit und der Feuerwehr. Für die FBB würde das zu einer jährlichen Mehrbelastung von 100 bis 200 Millionen Euro führen, da auch die Erlöse nicht wie bisher eingeplant erzielt werden könnten. Warum ist der Volksentscheid für den Senat nicht bindend, wie damals bei Tempelhof? Damals war ein Gesetz Gegenstand des Volksentscheids, welches nach dem positiven Votum nur noch veröffentlicht werden musste und dann in Kraft getreten ist. Bis zu 9.000 Wohnungen könnten nicht gebaut werden, wenn TXL weiterbetrieben würde. Quelle: Günter Wicker / FBB

okus September 2017 Volksentscheid Flughafen Berlin-Tegel Zeitgleich zur Bundestagswahl können die Berliner Bürger am 24. September 2017 ein weiteres Kreuzchen machen – im Volksentscheid über die Offenhaltung des Flughafens Berlin-Tegel „Otto-Lilienthal“. Alle wichtigen Infos rund um den Volksentscheid finden Sie hier im Überblick. Wie funktioniert der Volksentscheid? Der Volksentscheid erfordert eine einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Es müssen mindestens ein Viertel der Stimmberechtigten teilnehmen. Die Berliner Bürger beziehen Stellung zu dem Appell einer Volksinitiative, die sich für den Erhalt des Flughafens Tegel einsetzt. Darin wird der Senat aufgefordert, die Schließungsabsichten aufzugeben und Maßnahmen einzuleiten, um den unbefristeten Fortbetrieb des Flughafens Tegel als Verkehrsflughafen zu sichern. Die Entscheidung über den Umgang mit dem Ergebnis des Volksentscheids liegt bei einem positiven Votum beim Berliner Senat. Allein 183 Millionen Euro (brutto) würde es kosten, das Sechseck, das große Terminal A in TXL für den Weiterbetrieb zu sanieren. Haben Anwohner in TXL Anspruch auf Schallschutz? Entsprechend der Festlegung des Lärmschutzbereiches haben die betroffenen Anwohner zum Ende des Jahres 2019 Anspruch auf Schallschutzmaßnahmen nach dem Fluglärmschutzgesetz. Bislang sind die Vorgaben allerdings wesentlich geringer als die für den BER. Es wird diskutiert, ob den Anwohnern von TXL der gleiche Schallschutz wie am BER gewährt werden soll. In diesem Fall würden die Kosten auf über 1 Milliarde Euro steigen. 400 Millionen Euro zusätzliche Kosten (brutto) würden laut Schätzungen des Senats für Schallschutz in TXL entstehen. 1,19 Milliarde Euro (brutto) würden Sanierungsmaßnahmen für den Weiterbetrieb von TXL kosten. Ist der BER bereits mit Inbetriebnahme zu klein? Die beiden Start- und Landebahnen am BER können Flugbewegungen für 55 Millionen Passagiere ohne Weiteres bewältigen. Schon bald werden die dafür notwendigen Rollwege und Vorfeldflächen erweitert. Das Fluggastterminal war zum Baustart vor zehn Jahren allerdings für die damals angenommenen 22 Millionen Fluggäste ausgelegt. In den vergangenen Jahren sind die Passagierzahlen in Berlin erheblich angestiegen und diese positive Entwicklung hält vermutlich weiter an. Der BER wird daher rechtzeitig ausgebaut. 20.000 zusätzliche Arbeitsplätze sollen an dem Technologie- und Hochschulstandort „Urban Tech Republic“ entstehen, der künftig auf dem TXL-Areal entstehen soll. Warum wäre der Weiterbetrieb von TXL kostspielig? In den Flughafen TXL wurden vor dem Hintergrund der geplanten Schließung nur noch zwingende Investitionen für den Erhalt und für die Sicherheit getätigt. Auch die Instandhaltung und Wartung beschränkte sich auf das zwingend Notwendige. Die Ertüchtigung von TXL für einen dauerhaften Betrieb würde Investitionen von 1,19 Milliarde Euro (brutto) erfordern. Diese Investitionen beträfen die Sanierung von Gebäuden, technischen Einrichtungen sowie der Start- und Landebahnen. Mit 50 Millionen Fluggästen jährlich rechnen Flugverkehrsprognosen bis 2035. Wie wird der BER ausgebaut? Der kurz- und mittelfristige Ausbau wird bereits durch ein 2015 beschlossenes Ausbauprogramm umgesetzt. Der weitere langfristige Ausbau wird derzeit in der Masterplanung für den BER vorbereitet. Übergangsweise wird das bestehende Abfertigungsgebäude SXF Nord mit seinen derzeit zwölf Millionen Passagieren weiter genutzt. Auch das neue zentrale Terminal am BER muss seine Kapazitäten um weitere fünf Millionen Passagiere steigern. Dies wird durch verbesserte Betriebsabläufe und eine Erweiterung der Gepäckförderanlage möglich. Zusätzlich wird das Terminal „T1E“ für sechs Millionen Passagiere gebaut. Weitere Ausbaumaßnahmen sind in Vorbereitung.

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