Die Flughafengesellschaft FBB betreibt den Flughafen Berlin Brandenburg Willy Brandt (BER) mit seinen drei Terminals. Berlin ist der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland; gemessen an den ankommenden und abfliegenden Passagieren (ohne Umsteiger) sogar der größte. Die Flughäfen Schönefeld und Tegel fertigten im Jahr 2019, vor der Coronavirus-Pandemie, rund 35,65 Millionen Passagiere ab. Für das Jahr 2020 rechnet die Flughafengesellschaft mit insgesamt rund neun Millionen Passagieren.

The airport company Flughafen Berlin Brandenburg GmbH (FBB) operates Berlin Brandenburg Willy Brandt Airport (BER) with its three terminals. Berlin is the third biggest airport location in Germany and ranks first in terms of origin and destination traffic (not counting connecting passengers). In 2019, before the coronavirus pandemic, the airports in Schönefeld and Tegel handled around 35.65 million passengers. For 2020, the airport company expects a total of around nine million passengers.

Aufrufe
vor 7 Jahren

BER aktuell 09/2013

  • Text
  • Flughafen
  • Berlin
  • Brandenburg
  • September
  • Flughafengesellschaft
  • Nord
  • Schallschutz
  • Pier
  • Urteil
  • Tegel
Die Zeitung für die Nachbarn des Flughafens Berlin Brandenburg

→2 |

→2 | BER aktuell → SPRINT zum BER September 2013 Liebe Nachbarn! Schallschutz ist derzeit das meistdiskutierte Thema in der Umgebung unseres künftigen Flughafens BER. Nach dem Urteil des Oberverwaltungsgerichtes Berlin Brandenburg vom April dürfen künftig durch den Luftverkehr tagsüber in geschlossenen Räumen innerhalb der Flughafen-Schutzzone 55 Dezibel nur noch weniger als ein Mal innerhalb der verkehrsreichsten sechs Monate eines Jahres überschritten werden. Diese Schallschutzbestimmung sucht weltweit ihresgleichen. In den meisten der rund 14.000 betroffenen Wohneinheiten im Tagschutzgebiet ist das nach aktuellen Beurteilungen bautechnisch leider nicht umsetzbar. Wenn das der Fall ist, greift die Regelung, dass dem Wohnungs- oder Hauseigentümer 30 Prozent des festgestellten Verkehrswertes der Immobilie bar ausgezahlt werden. Ob er dieses Geld für Schallschutzmaßnahmen einsetzt, ist seine Sache. Weil der Schutz der Anwohner auch für mich eine sehr hohe Priorität hat, kämpfe ich dafür, dass er auch tatsächlich umgesetzt wird. Die vom Flughafen beauftragten Experten werden jedem Antragsteller, der dies wünscht, die bestmöglichen Schallschutzmaßnahmen vorschlagen und ihn bei der Umsetzung beraten. Auch die Bürgermeister der Umland-Gemeinden sind mit mir der Meinung, dass Schallschutz wichtiger ist als Entschädigung. Obwohl das OVG-Urteil für uns eine völlig neue Lage geschaffen hat, bemühen wir uns, es ebenso zügig wie korrekt umzusetzen. Daran ändert auch die von uns eingelegte Beschwerde wegen der Nichtzulassung der Revision gegen dieses Urteil nichts. Dazu sah sich die Flughafen-Geschäftsführung einfach aus rechtlichen Gründen verpfl ichtet. Dass uns viel am Dialog mit Ihnen liegt, beweisen wir auch, indem wir jetzt die Einrichtung des „Haus der fairen Nachbarschaft“ unterstützen. Schließlich wollen wir den BER im Einvernehmen mit unseren Nachbarn und nicht gegen sie betreiben. Mit besten Grüßen Ihr Hartmut Mehdorn Mehdorn Vorsitzender Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Impressum Herausgeber Flughafen Berlin Brandenburg GmbH in Koorperation mit ELRO Verlagsgesellschaft mbH Eichenallee 8, 15711 Königs Wusterhausen TEL (03375) 24 25 0 / www.elro-verlag.de Chefredaktion Ralf Kunkel, Vesa Elbe ( +49 30 6091-70100 V.i.S.d.P.: Ralf Kunkel, Vesa Elbe Redaktion Jörg Kobs, Verena Heydenreich, Nicole Dapper, Rosemarie Meichsner, Peter Lehmann, Jochen Heimberg, Peter Hauptvogel, Nany Schultz, Ralf Wagner, Sandro Kupsch, Manfred Tadra ( +49 33764 5059-61 m.tadra@elro-verlag.de Verantwortlich für Anzeigen Jörg Kobs ( +49 175 167 43 38 j.kobs@elro-verlag.de Editorial Fortsetzung von Seite 1 „Schrittweise Eröffnung zum BER“ Das Pier Nord erhält eine Sprinkleranlage, die unabhängig vom Mainpier funktioniert. „Wir wollen den BER so schnell wie möglich eröffnen. Dazu gehört neben der baulichen Fertigstellung der Gebäude auch das sorgfältige Hochfahren der betrieblichen Abläufe. Ein bewusst übersichtlicher vorgezogener Betrieb im Pier Nord bietet uns die Chance, Schwachpunkte in der Systemarchitektur zu beseitigen, ohne dass bei den ersten Problemen gleich Flüge ausfallen und Passagiere stundenlang auf ihr Gepäck warten müssen. Weiterer Pluspunkt: Wir können die Mitarbeiter früher mit den neuen Arbeitsprozessen vertraut machen. Mit dem Vorab-Betrieb im Pier Nord können wir Risiken bei der späteren Hauptinbetriebnahme deutlich senken.“ Für den vorgezogenen Betrieb wird das Pier Nord vorübergehend eine eigene Zufahrt erhalten. Die Parkhäuser können von den Fluggästen genutzt werden. Für Nutzer des Öffentlichen Personennahverkehrs wird die Flughafengesellschaft einen Busshuttle zwischen S-Bahnhof Schönefeld und Pier Nord einrichten. Passagierprozesse, die nach der Gesamteröffnung im Hauptterminal stattfi nden, werden in das Pier Nord integriert. Hierzu gehören insbesondere Check-in, Gepäckauf- und -ausgabe. Was bedeutet eigentlich…? IATA → Infos Foto: Flughafen Berlin Brandenburg / Günter Wicker Vorgezogene Inbetriebnahme Pier Nord • Bis zu 10 Abflüge pro Tag • 71 der 107 Objekte (= 66%) können im Echtbetrieb getestet werden. Das sind neben dem Pier Nord z.B. Parkhäuser, Energiezentralen, Zugangskontrollstellen, Gebäude von Bodenverkehrsdiensten und Feuerwachen. • Alle 56 übergeordneten technischen Systeme des BER können im Echtbetrieb getestet werden. Dies sind u.a. BER-LAN- Netz, Flugfunkanlage, Befeuerungssystem, Notstromsteuerung, Beleuchtungssteuerung,Feuerwehreinsatzleitsystem, Videomanagementsystem und Zutrittskontrollsystem. steht für „International Air Transport Association“. Als Dachverband der Linienfl uggesellschaften repräsentiert er die Airline-Industrie mit dem Ziel eines sicheren, wirtschaftlichen und nachhaltigen weltweiten Luftverkehrs. 1945 gegründet mit Hauptsitz in Montreal verzeichnet die IATA derzeit 240 Mitglieder, die zusammen 84 Prozent des gesamten Weltluftverkehrs durchführen. Mitglieder sind also Fluggesellschaften, nicht wie bei der ICAO die Staaten. → Mehr Informationen: iata.org

→3 | BER aktuell → SPRINT zum BER September 2013 Schritt für Schritt Problemlöser SPRINT Auf dem Weg zum BER Das Beschleunigungsprogramm SPRINT dient der zügigen und sicheren Inbetriebnahme des Flughafens Berlin Brandenburg. Die noch zu erledigenden Themen sind verschiedenen Modulen zugeordnet, wie beispielsweise Entrauchung, Türen oder Sprinkler. Jeden Morgen treffen sich die Manager der einzelnen Module mit der Geschäftsführung der Flughafengesellschaft um Lösungen und Fortschritte am BER zu besprechen. Derzeit wird an den nächsten Schritten gearbeitet, die im Oktober zur Aufsichtsratssitzung vorgestellt werden sollen. Cargo Center Das Modul Cargo Center ist das erste SPRINT-Modul, das es nicht mehr gibt. Der Grund dafür ist einfach: Das BER Cargo Center ist seit dem 1. August in Betrieb. Das zentral auf dem Flughafengelände liegende Frachtgebäude umfasst 12.000 Quadratmeter Hallenfläche sowie 7.000 Quadratmeter Bürofläche. Es hat eine Startkapazität von ca. 100.000 Tonnen Fracht im Jahr und verfügt über einen eigenen, sicherheitskontrollierten Anschluss an das Vorfeld. Türen Ein weiteres wichtiges Thema ist die fehlerhafte automatische Steuerung der über 5.000 Türen im BER-Terminal. Hier werden durch das Modul „Türen“ beständig Fortschritte erzielt. Die technischen Probleme wurden bei 75 Prozent aller Türen erfasst und bei mehr als der Hälfte behoben. Diese Türen sind bereit für die Inbetriebnahme. Sprinkleranlage Die Sprinkleranlage des BER hat sich mit ihren rund 70.000 einzelnen Sprinklerköpfen in der Praxis als zu schwer steuerbar und unzuverlässig erwiesen. Daher wurde die Entscheidung getroffen, das Konzept einer zentralen Sprinklerung zugunsten einer dezentralen, redundanten Sprinklerung mit drei Einzelkreisläufen aufzugeben. In SPRINT werden die dafür notwendigen Entscheidungen vorangetrieben. Der Standort für die separate Sprinkleranlage für das Nordpier ist gefunden, Planung und Bauvorbereitung sind gestartet. Entrauchung Die zentrale Herausforderung für die Genehmigungsfähigkeit des Flughafens ist die Entrauchung des Cargo Center am BER: Am Morgen des 1. August brachte eine Maschine der Farnair im Auftrag von UPS die erste Luftfracht an den Flughafen Berlin Brandenburg. Die ATR 72 war am frühen Morgen in Köln/Bonn gestartet und landete um 04:58 Uhr in Berlin-Schönefeld. Main-Piers. Die Steuerung von Teilen der Anlage hat sich in der Praxis als nicht zuverlässig genug erwiesen. Der Lösungsansatz des SPRINT-Moduls „Entrauchung“: Eine übergreifende Steuerung des anlagentechnischen Brandschutzes wird etabliert. Zudem wird das Terminal in sieben Bereiche unterteilt (z.B. Mainpier Nord, Mainpier Süd und Mainpier Mitte), die jeweils eine eigene Steuerung erhalten und über eine weitere übergeordnete Steuerung miteinander verbunden werden. Die dafür notwendige Planung erfolgt in enger Abstimmung mit dem Bauordnungsamt. BER-LAN Beim BER-Probebetrieb Ende 2011 und Anfang 2012 tauchten immer wieder Störungen im Betriebsablauf Alle reden über den neuen Flughafen. Reden Sie mit. Familienfest am Flughafen Berlin Brandenburg 14. und 15. September 2013 10.00 – 18.00 Uhr Weitere Informationen unter www.berlin-airport.de durch Bautätigkeiten, aber auch aufgrund noch nicht fertiggestellter übergeordneter Systeme auf. In SPRINT konnte dieses Problem lokalisiert werden: Das BER-LAN, die Flughafen-Datenautobahn wies insbesondere bei Systemwechseln zu wenig Systemstabilität auf. Der neue Stand: Die Anlage soll in den nächsten Wochen fertiggestellt werden. Als internationales Dienstleistungsunternehmen am Standort Schönefeld brauchen wir dringend Unterstützung! Wechseln lohnt sich! Arbeitsplätze in Schönefeld • Schweißer/in Elektrode, MAG und WIG in Produktion • Stahlbauschlosser m/w • Elektriker m/w • HLS-Monteure m/w • Bauhelfer m/w Wir bieten sehr gute Konditionen! TEMPTON Personaldienstleistungen GmbH Mittelstraße 7, 12529 Schönefeld Tel.: 030 634148-24 jens.kuettner@tempton.de Foto: Flughafen Berlin Brandenburg / Günter Wicker

Unsere Publikationen

Flughafen Berlin Brandenburg September Flughafengesellschaft Nord Schallschutz Pier Urteil Tegel

News