Berlin ist mit fast 33 Millionen Passagieren im Jahr 2016 der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland. Aktuell gibt es zwei Flughäfen: den Flughafen Berlin-Schönefeld und den Flughafen Berlin-Tegel. Um die nötigen Kapazitäten für die Zukunft zu schaffen, entsteht derzeit der neue Flughafen Berlin Brandenburg.
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BER aktuell 08/2017

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Die Zeitung für die Nachbarn des Flughafens Berlin Brandenburg.

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→ 8 | BER aktuell → Im F Schallschutztage 2017 Infos zum Schallschutzprogramm B Die Flughafengesellschaft hat das im vergangenen Jahr begonnene Format fortgeführt und die BER-Anwohner am 16. und 17. Juni zu den zweiten Schallschutztagen eingeladen. Rund 450 Gäste folgten der Einladung und zeigten besonderes Interesse für die neuen Schalldämmlüfter, die BER-Flugrouten, die Berechnung der Schutz- und Entschädigungsgebiete und die im letzten Jahr vorgestellten Module. In ausnahmelos konstruktiven Gesprächen konnten viele individuelle Sachverhalte direkt vor Ort geklärt werden. BER aktuell hat die häufigsten Fragen der Schallschutztage zusammengestellt. 1) Welche Räume haben Anspruch auf Schallschutzmaßnahmen? Im Schallschutzprogramm BER haben Räume Anspruch auf Schallschutz, die zum Wohnen genutzt werden und bauordnungsrechtlich genehmigt sind. Ob Anspruch auf Tag- oder Nachtschutz besteht, darüber entscheidet die Nutzung der Räume sowie die Lage im Schallschutzgebiet. 2) Warum gibt es trotz der Flugroute über Schulzendorf und Eichwalde dort keine Erweiterung der Schallschutzgebiete? Auf die Flugroute über Schulzendorf und Eichwalde entfallen in den bisherigen Prognosen knapp sechs Flugbewegungen pro Tag, wenn man den Durchschnitt aller Tage mit West- und Ostbetrieb zusammenrechnet. Aufgrund dieser geringen Zahl, ergibt sich keine Änderung der Schallschutzgebiete im Bereich Schulzendorf und Eichwalde. Es gilt jedoch auch, dass die Schallschutzgebiete ein Jahr nach Inbetriebnahme und auf Grundlage der dann vorliegenden realen Werte überprüft werden. Es bleibt abzuwarten, ob dann eine Erweiterung der Anspruchsgebiete vorgenommen wird. 3) Ich wohne in Dahlewitz knapp außerhalb der Schallschutzgebiete. Werden die Schallschutzgebiete dort noch einmal erweitert? Bei der Ergänzung der Anspruchsgebiete im letzten Jahr kam es zu einer Erweiterung um Teile von Rotberg, Kiekebusch, Karlshof, Dahlewitz und Jühnsdorf. Ein Jahr nach Inbetriebnahme des BER wird eine Überprüfung der Schallschutzgebiete vorgenommen. Dies geschieht dann auf Grundlage der tatsächlich gemessenen Lärmbelastung und kann zu einer Veränderung der Schallschutzgebiete führen. Ebenso kommt es zu einer Überprüfung, wenn nach Inbetriebnahme des BER an irgendeiner auf der Schallschutzkontur liegenden Stelle eine Lärmbelastung nachgewiesen wird, die mehr als zwei Dezibel über der prognostizierten Lärmbelastung liegt. 4) Muss ich die Kosten des neuen Schalldämmlüfters selbst übernehmen? Wenn ja, wie hoch sind die Kosten? Die Kosten für das Gerät samt Einbau übernimmt die FBB. Die laufenden Kosten sind durch den Anwohner selbst zu tragen. Die Betriebskosten des Schalldämmlüfters sind natürlich abhängig davon, wie oft dieser genutzt wird. Bei der vorgesehenen Nutzung bei Nacht liegen die Stromkosten bei rund 10 Euro im Jahr, dies verdeutlicht folgende Beispielrechnung: Bei der Maximalleistung von 60 Kubikmeter, die für zwei Personen empfohlen wird, verbraucht der Schalldämmlüfter 13 Watt pro Stunde. Pro Nacht (acht Stunden) bedeutet das einen Stromverbrauch von 104 Watt bzw. 0,104 Kilowattstunden. Anhand der aktuellen Strompreise ergeben sich daraus Kosten von etwa 2,6 Cent pro Nacht bzw. rund 10 Euro im Jahr. Das Gerät kann aber auch in niedrigeren Stufen eingestellt werden. Hinzu kommen die Preise für den regelmäßigen Austausch der im Gerät verbauten hochwertigen Pollenfilter. Ein Satz Filter kosten rund 30 Euro, der Austausch ist gemäß Herstellerangaben einmal pro Jahr notwendig. Wie schon im vergangenen Jahr besuchte Helmut Barthel, Abgeordneter im Landtag Brandenburg, auch in diesem Jahr die Schallschutztage und machte sich vor Ort ein persönliches Bild vom Schallschutzprogramm BER. Die neuen Schalldämmlüfter verfügen aber auch über eine Wärmerückgewinnungsfunktion, mit der sich Heizkosten einsparen lassen. 5) Um die Schallschutzmaßnahmen umsetzen zu lassen, müsste ich Möbel beiseite räumen. Das schaffe ich alleine aber nicht. Wer kann mir dabei helfen? Grundsätzlich haben alle Anwohner eine gewisse Mitwirkungspflicht bei der Umsetzung der Schallschutzmaßnahmen. Dazu gehört auch für die nötige Baufreiheit zu sorgen und zum Beispiel Möbel zu verrücken oder Räume leerzuräumen. Allerdings sind in bestimmten Situationen Abweichungen von dieser gängigen Praxis möglich. Zum Beispiel, wenn Eigentümer gesundheitlich oder altersbedingt beeinträchtigt sind oder der Umfang der notwendigen Vorbereitung überdurchschnittlich hoch ist. In diesen Fällen können die notwendigen Arbeiten auch durch die Baufirma übernommen werden. In diesen Fällen benötigt die FBB eine Erklärung des Eigentümers, weshalb er die nötige Baufreiheit nicht selbst herstellen kann. Zudem sollte die Baufirma noch vor Beginn der Bau arbeiten ein Nachtragsangebot bei dem zuständigen Ingenieurbüro einreichen, damit dieses rechtzeitig geprüft werden kann. 6) Mein Antrag auf ein Modul der FBB wurde abgelehnt. Gibt es Voraussetzungen, um die Module nutzen zu können? Quelle: Thomas Kierok / FBB Ja, denn die Module können nicht in allen Fällen gewährt werden. Grundsätzlich sind Module für die Fälle gedacht, in denen der Eigentümer eine Anspruchsermittlung zur baulichen Umsetzung von Schallschutzmaßnahmen erhalten hat. Wurde eine Anspruchsermittlung Entschädigung versendet, können keine Module in Anspruch genommen werden. Für die Module Küche, Raumhöhe und Wintergärten gilt unter anderem folgendes. Das Modul Küche kann bei Essküchen genutzt werden, für Kochküchen kann die FBB das Modul nicht anbieten. Das Modul Raumhöhe gilt für Räume ab einer Höhe von zwei Metern, da bei noch niedrigeren Räumen keine gesunden Lebensverhältnisse mehr gegeben sind. Das Modul Wintergarten gilt, wenn dieser als Wohnraum genutzt wird und entweder eine Genehmigung zum Bau des Wintergartens vorliegt oder die Errichtung genehmigungsfrei war. Grundsätzlich wird jeder gestellte Antrag durch die FBB geprüft.

okus August 2017 ER Quelle: Thomas Kierok / FBB Bereits bei den letztjährigen Schallschutztagen hat die FBB die neuen Module im Schallschutzprogramm vorgestellt. Die BER-Anwohner haben diese seitdem bereits weit mehr als 1.000 mal genutzt. Ralf Wagner, Leiter Schallschutz, stellte die Module auch in diesem Jahr wieder vor und erklärte zudem, was bei der Nutzung zu beachten ist. Quelle: Günter Wicker / FBB Quelle: Günter Wicker / FBB Für welche Räume in meinem Haus bekomme ich eigentlich Schallschutz? Diese Frage beschäftigte die Besucher der Schallschutztage auch in diesem Jahr. Die zu Beginn des Jahres vorgestellten neuen Schalldämmlüfter waren bei den Schallschutztagen stark nachgefragt. 7) Bis wann kann ich die Schallschutzmaßnahmen umsetzen lassen? Die FBB empfiehlt allen Anwohnern, die Schallschutzmaßnahmen noch rechtzeitig vor der Inbetriebnahme umsetzen zu lassen. Erfahrungen aus der Zeit vor der 2012 geplanten Inbetriebnahme zeigen, dass seinerzeit viele Anwohner erst kurz vor der geplanten Eröffnung des BER die Schallschutzmaßnahmen umsetzen lassen wollten, die Baufirmen in der Kürze der Zeit jedoch nicht mehr tätig werden konnten. 8) Ich habe viel über den neuen Schalldämmlüfter und Lüftungskonzepte gehört. Wo liegen denn da die Unterschiede? Im Schallschutzprogramm BER werden hinsichtlich der Lüftung zwei Dinge sichergestellt. Zum einen die geeignete Belüftung in allen Schlafräumen, zum anderen der Feuchteschutz in der gesamten Wohneinheit. Für die geeignete Belüftung in Schlafräumen setzt die FBB seit diesem Jahr neue Schalldämmlüfter ein, die über eine automatische Be- und Entlüftungsfunktion verfügen. Die Geräte versorgen die Schlafzimmer auch bei geschlossenem Fenster mit ausreichend frischer Luft und stellen durch den permanenten Luftaustausch auch die notwendige Raumlufthygiene sicher. Sie erfüllen auch die Anforderungen des Urteils des Oberverwaltungsgerichts Berlin-Brandenburg aus dem vergangenen Jahr, was durch den vom Gericht bestellten TÜV-Gutachter bestätigt wurde. Darüber hinaus werden Lüftungskonzepte gemäß DIN 1946-6 erstellt, um den Feuchteschutz in der gesamten Wohneinheit zu gewährleisten. So wird sichergestellt, dass in den Gebäuden ein ausreichender Luftaustausch stattfindet und keine Feuchteschäden auftreten. Die Lüftungskonzepte können dazu führen, dass der Einbau sogenannter Zu- und Abluftelemente (z. B. schallgedämmte Außenwanddurchlässe) an den Gebäuden erforderlich ist. 9) Wie funktioniert die Wärmerückgewinnung in den neuen Schalldämmlüftern? Bei den neuen Schalldämmlüftern wird die Luft, die aus dem warmen Raum nach außen geführt wird, durch im Gerät verbaute Keramikbausteine geleitet, die sich sehr schnell und effizient aufwärmen. Der Luftstrom schaltet sich dann um und führt die Luft von außen wiederrum durch die erwärmten Bausteine, wodurch sich die kalte Außenluft erwärmt bevor sie in den Raum strömt. Nach Angaben des Herstellers ist die Wärmerückgewinnung derart effizient, dass bei 20°C Raumtemperatur und 0°C Außentemperatur, Frischluft mit 16°C in den Raum strömt. 10) Meine Baufirma hat einen Nachtrag zu den Schallschutzmaßnahmen in meiner ASE-B gestellt. Wie ist damit umzugehen? Nachträge sollten noch vor Baubeginn durch die Baufirma beim zuständigen Ingenieurbüro angezeigt werden. Das Ingenieurbüro und die FBB haben dann die Möglichkeit, den Nachtrag noch vor Beginn der Bauarbeiten zu prüfen und somit zu entscheiden, ob die Nachtragskosten durch die FBB übernommen werden können. Eigentümer sollten sich von ihrer Baufirma unbedingt über Nachträge informieren lassen und nur Schallschutzmaßnahmen beauftragen, die in der ASE aufgeführt sind oder von der FBB in Nachträgen freigegeben wurden. Letztlich können nämlich nur diese Schallschutzmaßnahmen von der FBB erstattet werden. →→Im Rahmen der Schallschutztage wurden auch die neuen Zeiten des Schallschutztelefons (030 6091 73500) vorgestellt: Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag schallschutz_kontakt@ berlin-airport.de 9.00 bis 18.00 Uhr 9.00 bis 18.00 Uhr 9.00 bis 19.30 Uhr 9.00 bis 19.30 Uhr 9.00 bis 16.00 Uhr

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