Berlin ist mit fast 33 Millionen Passagieren im Jahr 2016 der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland. Aktuell gibt es zwei Flughäfen: den Flughafen Berlin-Schönefeld und den Flughafen Berlin-Tegel. Um die nötigen Kapazitäten für die Zukunft zu schaffen, entsteht derzeit der neue Flughafen Berlin Brandenburg.
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BER-aktuell 02/2017

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→2 | BER aktuell → Nachbar Flughafen Februar 2017 Liebe Nachbarn! Es sind leider keine guten Nachrichten, die ich Ihnen zu Jahresbeginn mitteilen muss. Wir hatten uns fest vorgenommen, den BER in diesem Jahr zu eröffnen. Und obwohl wir in den letzten Monaten auf der Baustelle gut vorangekommen sind, ist der aktuelle Sachstand aus dem Baubereich ernüchternd. Neue Probleme im Zusammenhang mit den elektronischen Türsteuerungen und der Sprinkleranlagen sind ursächlich dafür, dass der BER 2017 nicht wie geplant ans Netz gehen kann. Das Risiko für eine Inbetriebnahme in diesem Jahr war einfach zu hoch. Einige von Ihnen werden jetzt sagen: Schon wieder die Brandschutztüren! Und Sie werden sich an das Jahr 2012 erinnern, als die damals Verantwortlichen die Türen mit der Verschiebung in Zusammenhang gebracht haben. Die Situation heute ist allerdings eine andere. Viele der Arbeiten im Terminal konnten wir mittlerweile erfolgreich abschließen. Der baurechtlich genehmigte 5. Nachtrag im Zusammenhang mit der komplexen Entrauchungsanlage ist nur eines von zahlreichen Beispielen. Er ist ein gewichtiges Argument dafür, dass die Situation 2017 nicht annähernd mit der von 2012 zu vergleichen ist. Dies wird Sie im Moment angesichts der aktuellen Lage sicher nicht überzeugen. Und ich kann es Ihnen auch nicht verübeln. Aber ich möchte Sie dennoch bitten, trotz aller Widrigkeiten, den Flughafen Berlin Brandenburg weiter positiv zu begleiten. Wir werden nun zusammen mit den für die elektronische Türsteuerung zuständigen externen Auftragnehmern klären, wie groß die entstandene Verzögerung tatsächlich ist. Und noch wichtiger: Wie die Mängel schnellstmöglich behoben werden können. Dies habe ich bereits im BER-Sonderausschuss in Blankenfelde- Mahlow erläutert. Dort habe ich öffentlich Rede und Antwort gestanden. Dies war mir ein Anliegen, denn Sie haben ein Recht darauf, aus erster Hand zu erfahren, wie es um den BER steht. Einige von Ihnen sind vor Ort gewesen und haben die Sitzung verfolgt. Bei allem Ärger über die derzeitige Lage am BER – stolz können wir darüber sein, dass im vergangenen Jahr fast 33 Millionen Passagieren in der Metropolregion Berlin-Brandenburg gestartet und gelandet sind. So viele Fluggäste, wie nie zuvor. Ihr Dr. Karsten Mühlenfeld Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH →→Impressum Quelle: Günter Wicker / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Herausgeber Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Editorial Verantwortlicher Redakteur der ELRO Verlagsgesellschaft mbH Manfred Tadra ( (033764) 5059-61 m.tadra@elro-verlag.de Neue Lüfter im Schallschutzprogramm Gutachter bestätigt Eignung der neuen Lüfter Über das Urteil des OVG Berlin Brandenburg im sogenannten Lüftungsverfahren zu einem Objekt der Gemeinde Blankenfelde-Mahlow sprachen wir mit Dipl.-Ing. Herbert Gottschalk von TÜV SÜD, dem vom Gericht bestellten Gutachter. Welche Anforderungen ergeben sich aus dem Urteil für die Lüftungsplanung? In dem Urteil des OVG Berlin steht zunächst: „Zur Bestimmung dessen, was im Einzelfall eine geeignete Lüftungsplanung darstellt, bedarf es einer individuellen Lüftungsplanung für das betroffene Wohngebäude bzw. die Nutzungseinheit“. Ausdrücklich stellt das Urteil in mehreren Passagen heraus, dass bei dieser Planung sowohl die Bauphysik als auch der Schallschutz zu berücksichtigen sind. Das bedeutet also, dass auf alle Fälle immer eine individuelle Lüftungsplanung nötig ist? So einfach darf man das Urteil nicht verstehen. In der Verhandlung wurde auch herausgearbeitet, dass es technische Möglichkeiten gibt, die aufgrund ihrer Konstruktion alle Anforderungen von vornherein erfüllen. Das können beispielsweise dezentrale Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung für die Zuund Abluft sein, welche die Vorgaben für den Schallschutz – sowohl bezüglich des Schutzes gegen Außenlärm als auch bezüglich des Eigengeräusches – einhalten und die Nutzungseinheiten wegen der Zu- und Abluft bauphysikalisch nicht tangieren. Im Urteil heißt es zur Bauphysik hierzu beispielsweise: „Das Ergebnis der Lüftungsplanung kann auch in der Mehr Komfort für die Anwohner Feststellung bestehen, dass der Rest der Nutzungseinheit ausreichend luftundicht ist und daher keine Maßnahmen der Abluftführung vorzusehen sind.“ Entspricht das Lüftungsgerät Aerovital Ambience von Siegenia den beschriebenen Anforderungen? Wir haben dieses Gerät hinsichtlich der lüftungstechnischen und der schallschutztechnischen Eigenschaften überprüft und beurteilt. Die technische Funktion und die technischen Werte sind so, dass die Geräte die Bauphysik einer Nutzungseinheit nicht negativ beeinflussen können, weil Zu- und Abluft „gleichzeitig“ erfolgen und der Schallschutz bei üblichen Baukonstruktionen nicht nennenswert tangiert wird. Das bedeutet, dass der Schallschutz gegen Außenlärm nicht durch das Gerät bzw. den Betrieb des Gerätes, sondern durch die übrige vorhandene Baukonstruktion bestimmt wird – beispielsweise durch Außenwände oder Fenster. Ist nach Ihrer Einschätzung trotzdem eine individuelle Lüftungsplanung notwendig, wenn dieses Lüftungs gerät im Schallschutzprogramm des BER eingesetzt wird? Nein! Nach unserer Einschätzung erfüllt das genannte Lüftungsgerät generell die Anforderungen des Urteils des OVG Berlin Brandenburg vom 3. Mai 2016. Eine zusätzliche individuelle Planung der Abluft bzw. des Schallschutzes bezogen auf das Lüftungsgerät dürfte damit unnötig sein. Herr Gottschalk, wir danken Ihnen für das Interview. in Kooperation mit ELRO Verlagsgesellschaft mbH Eichenallee 8, 15711 Königs Wusterhausen ( (0 33 75) 24 25 0 www.elro-verlag.de Chefredaktion Vesa Elbe, Ralf Kunkel, Lars Wagner ( (030) 6091-70100 V.i.S.d.P. Vesa Elbe, Ralf Kunkel, Lars Wagner Verantwortlich für Anzeigen Jörg Kobs ( (0175) 167 43 38 j.kobs@elro-verlag.de Redaktion Manfred Tadra, Jörg Kobs, Aleksandra Rudnik, Christian Franzke, Daniel Tolksdorf, Oliver Kossler, Ralf Wagner, Jochen Heimberg, Dr. Kai Johannsen, Richard Klauß Auflagenzahl: 65.000 Verteilgebiet: Flughafenregion Berlin-Brandenburg Maße (Höhe × Breite × Tiefe) Leistungsaufnahme (Betrieb für 2 Personen) Eigengeräusch Siegenia Aeropac Brink Sonair F++ Neuer Lüfter 467 × 270 × 132 mm 445 × 310 × 134 mm 690 × 618 × 185 mm 5 W 13 W 13 W 24 dB(A) Von 11,5 bis 23,5dB(A) Von 22 bis 31dB(A) Schalldämmung 50 dB 48 dB 53 dB Wärmerückgewinnung Nicht vorhanden Nicht vorhanden Vorhanden Pollenfilter Nicht vorhanden Nicht vorhanden Vorhanden

→3 | BER aktuell → Nachbar Flughafen Februar 2017 Nadelöhr des Monats Schallschutz in Komplettleistung Quelle: Günter Wicker / Flughafen Berlin Brandenburg GmbH Service-Telefon kostenfrei: 0800 / 869 27 77 Die enge Zufahrt auf die Behelfsbrücke in Richtung Waltersdorf. Die Flughafenregion prosperiert: Neue Arbeitsplätze entstehen, die Fluggastzahlen steigen, viele Menschen ziehen hierher, Firmen siedeln sich an. Keine Frage: Die Flughafenregion hat besondere Chancen durch den Flughafen, aber eben auch besondere Herausforderungen. An etlichen Ecken klemmt es derzeit noch, beispielsweise bei der Verkehrsinfrastruktur. BER aktuell widmet sich Monat für Monat dem Nadelöhr des Monats. Wir stellen Ihnen die größten Engpässe, Staufallen und Ärgernisse vor, die den steigenden Verkehr in der Region immer mehr behindern. Diesen Monat: Die „Behelfsbrücke“ auf der A117 Kennen Sie die Autobahn A 117? Auch ein Nadelöhr in unserer Flughafenregion. Sie fahren auf der zweispurigen Autobahn Richtung Waltersdorf, dann bremsen, scharfe Linkskurve und Weiterfahrt über eine enge, →→Ärgern auch Sie sich über unnötige Staus oder schlechte Verkehrsverbindungen in der Flughafenregion? Dann schreiben Sie uns an folgende E-Mailadresse: beraktuell@berlin-airport.de. Wir nehmen Ihre Hinweise gerne auf und leiten sie ans Dialogforum Airport Berlin Brandenburg weiter. Die Arbeitsgruppe 3 des Dialogforums befasst sich mit den Infrastrukturthemen in der Flughafenregion. Im Oktober 2016 stellte das Dialogforum die Evaluierung des Gemeinsamen Strukturkonzepts einspurige Behelfsbrücke. Der Blick nach rechts zeigt, dass es hier mal vierspurig war (siehe unser Foto). Was ist hier los? Hier wurde die östliche Schienenanbindung für den BER verlegt. Um nicht die gesamte Autobahn sperren zu müssen, wurde im Frühjahr 2010 die provisorische Behelfsbrücke errichtet. Seitdem ist aus dem Provisorium fast schon ein Dauerzustand geworden. Doch wie weiter? BER aktuell fragte beim Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg nach. Aktuell läuft das Planfeststellungsverfahren für die Engstelle, an der gleichzeitig eine neue Autobahnabfahrt zur Erschließung eines Gewerbegebiets gebaut werden soll. Der voraussichtliche Zeitplan: Planfeststellungsbeschluss Anfang 2019, Baubeginn 2021, Baufertigstellung 2023. Auch wenn es noch ein paar Jahre dauert: Eine Lösung für dieses Nadelöhr ist also in Sicht. „Flughafenumfeld BER“ (GSK) vor, die das Planungsbüro Jahn, Mack & Partner erarbeitet hat. Eines der wichtigsten Ergebnisse der Studie: Angesichts der gestiegenen Passagierzahlen sowie der längeren Offenhaltung des alten Schönefelder Flughafenterminals müsse die Verkehrsinfrastruktur in der Flughafenregion verbessert werden. BER aktuell wird Sie auf dem Laufenden halten. Wir rechnen mit dem Flughafen direkt ab Neuer Lüfter „AEROVITAL“ von SIEGENIA mit Zu- und Abluft sowie Wärmetauscher • Fenster & Türen aus Holz, PVC, Alu • Holzkastenfenster • Dachfenster • Dachdecker- & Klempnerarbeiten • Dämmung Dachschrägen • Rollladenarbeiten • Innendämmung • Außendämmung • Maler- & alle Beiarbeiten Ihr Schallschutzexperte Hauptsitz Berlin-Brandenburg Eschmann GmbH & Co. KG Wedemarker Str. 18, 15859 Storkow (Mark) Tel.: +49 (0)33678 – 648-0 Fax: +49 (0)33678 – 648-48 E-Mail: info@eschmann-online.de www.eschmann-online.de

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