Berlin ist mit fast 33 Millionen Passagieren im Jahr 2016 der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland. Aktuell gibt es zwei Flughäfen: den Flughafen Berlin-Schönefeld und den Flughafen Berlin-Tegel. Um die nötigen Kapazitäten für die Zukunft zu schaffen, entsteht derzeit der neue Flughafen Berlin Brandenburg.
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BER aktuell 01/2018

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Die Zeitung für die Nachbarn des Flughafens Berlin Brandenburg.

Regionaler Wachstumskern

Regionaler Wachstumskern Schönefelder Kreuz Königs Wusterhausen, Schönefeld, Wildau Anzeige Der RWK „Schönefelder Kreuz“ ist im Land Brandenburg ein ökonomisches Schwergewicht, das auch den gesamtbundesdeutschen Vergleich nicht zu scheuen braucht. Vor allem die Arbeitsplatzentwicklung der letzten Jahre war beeindruckend. Mitte 2016 wies der RWK 30.527 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse auf, darunter 14.993 in Schönefeld, 9.469 in Königs Wusterhausen und 6.065 in Wildau. Nach einer neueren Studie ist die Anzahl der Arbeitsplätze in Schönefeld von 1998 bis 2014 um 58% gestiegen, in Wildau im gleichen Zeitraum um 49% und in Königs Wusterhausen rund 20%. Insgesamt gab es für den RWK in dieser Zeit einen starken Zuwachs um etliche tausend Arbeitsplätze. Etliche tausend Arbeitskräfte pendeln jeden Tag zur Arbeit in den RWK „Schönefelder Kreuz“. Und das dynamische Wachstum der Beschäftigung im RWK hält ungebrochen an. Auch die Wirtschafts- und Steuerkraft im RWK sind Spitze. Wenn der Flughafen BER eröffnet, sind für den RWK weitere Entwicklungsschübe in wirtschaftlicher Hinsicht zu erwarten. Dabei haben die drei RWK-Kommunen schon heute ein ernsthaftes Problem, das dann noch stärker und wichtiger wird – die Fachkräfte-Knappheit. Der RWK, die Unternehmen vor Ort, brauchen gut ausgebildete Arbeitskräfte, brauchen entsprechende Zuwanderung in die drei Kommunen. Zum Glück haben in allen drei Kommunen zuletzt große Wohnungsbauprojekte begonnen, nach deren Fertigstellung 2018/19 und danach mehrere tausend Menschen in den RKW ziehen können. Aber man kann im RKW nicht nur gut arbeiten und (zumindest teilweise) gut verdienen, sondern auch gut leben. Das natürliche Umfeld, die soziale Infrastruktur sowie wichtige Verkehrsanbindungen sind gut entwickelt und laden in den RWK ein. Auch in 2018 gibt es in allen drei RWK- Kommunen viel zu tun, werden wichtige Schritte zur Stärkung der Wirtschaftskraft und zur Verbesserung der Lebensqualität unternommen. Die drei Kommunen werden dabei wie bisher pragmatisch, konstruktiv und effizient im Interesse der Bündelung ihrer Potenziale zusammenarbeiten. Stadt Königs Wusterhausen Ein Lied von Wachstumsschmerzen kann auch die Stadt Königs Wusterhausen singen. Kürzlich als Königs Musterhausen tituliert, treiben die Stadt ähnliche Probleme wie ihre Nachbarkommunen. Fragen von bezahlbarem Wohnraum, neu gedachter Mobilität und generellem stabilen Wachstum sind dabei stellvertretend Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (auf dem Foto rechts) beim 1. Spatenstich für ein Wohnungsbauprojekt in Schönefeld. zu nennen. All diese Themen können aber nicht getrennt voneinander, sondern nur in einem integrativen Ansatz gelöst werden. Königs Wusterhausen ist in den letzten Jahren schnell gewachsen. Rund zehn Prozent an Einwohnern hat die Stadt in den letzten 6 Jahren zugelegt und zählt nun schon knapp 38.000 Einwohner. Gemeinsam mit Wildau und Schönefeld zählt sie zu den Haupt treiber im dynamischsten Wirtschaftsraum Ostdeutschlands. Aktuell baut die städtische Wohnungsbaugesellschaft in ihrem größten Neubauprojekt auf einem etwa 20.000 Quadratmeter großen Areal “Am Mühlenfeld“ insgesamt 120 Wohnungen, um auf die Bedarfe reagieren zu können. Hier entstehen acht Mehrfamilienhäuser mit jeweils drei Geschossen. Auch in Sachen Mobilität will die Stadt neue Wege gehen. Mit dem Abschluss der Neugestaltung des Bahnhofsumfeldes geht es nun mit dem Neubau eines zweigeschossigen Fahrradparkhauses für 400 Fahrräder auf der Westseite des Bahnhofs weiter. Die Umgestaltung ist eine der Schlüsselmaßnahmen des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (INSEK) der Stadt. Der Baustart für das Fahrradparkhaus ist für das nächste Jahr geplant. Ein Fördermittelbescheid aus der zuständigen Landesbehörde in Potsdam ist bereits zugesagt worden. Der Aufritt als starke Partnergemeinde hilft dabei in der Kommunikation mit der Landesregierung enorm. Dabei vereint alle drei Kommunen die gemeinsame Ausrichtung. Bei allen Herausforderungen wie Flugrouten und die zunehmenden Verkehre überwiegen doch die Chancen. „Mit dem Flughafen nicht gegen den Flughafen“ darin sind sich die drei starken Kommunen einig. „Diametral handelnde Initiativen helfen keiner Bürgerin und keinem Bürger unserer Stadt“ so Quelle: M. Tadra Dr. Lutz Franzke (Bürgermeister der Stadt Königs Wusterhausen a.D.) Gemeinde Schönefeld Vieles wurde erreicht in den vergangenen Jahren. Vor allem ganz enge und schnelle Drähte zwischen den Verwaltungen, den Bürgermeistern und eine gute Zusammenarbeit zwischen Stadtverordnetenversammlungen und der Gemeindevertretung. Dazu kommt eine sehr gute Kooperation in vielen Gremien, wobei die gemeinsamen Anstrengungen für die Fachkräftesicherung und der gemeinsame Auftritt auf Messen, Veranstaltungen und Diskussionsrunden besonders hervorzuheben ist. Bisher funktionierte die Zusammenarbeit mit unseren Kollegen Dr. Franzke und Dr. Malich beispielhaft und nach ersten Gesprächen mit Bürgermeister Ennullat denke ich, werden wir dies im Sinne der Königs Wusterhausener Bürgerinnen und Bürger fortsetzen können. Im kommenden Jahr werden eine gemeinsame Veranstaltung auf der ILA im April, die engere Zusammenarbeit im Dialogforum, aber auch die weiteren Bemühungen mit der Arbeitsagentur Cottbus, um die Fachkräftesicherung voranzutreiben, im Vordergrund stehen. Dabei sei aber auch darauf verwiesen, dass wir als RWK besonderen Einfluss auf die Fortschreibung des Gemeinsamen Strukturkonzeptes der Flughafenumfeldgemeinden und darin vor allem auf die Verbesserung der Infrastruktur in unseren Kommunen nehmen werden. Der größte Wunsch von uns ist ein verlässlicher Eröffnungstermin für den BER, denn darauf warten nicht nur unsere Investoren, sondern auch die Bürger, die endlich Klarheit haben wollen. Dann wird es einen besonderen Schub für die Wirtschaft und die Entwicklung in der gesamten Region geben. Darauf haben wir alle lange gewartet. Stadt Wildau Sie ist seit mehr als 100 Jahren ein wichtiger Wirtschaftsstandort in unserer Region. Besondere Aushängeschilder des Standortes Wildau sind natürlich die Technische Hochschule und das A 10 Center. In Wildau sind gegenwärtig zwei große Wohnungsbauprojekte in der baulichen Realisierung: Fichtestraße 113 (Wildauer Wohnungsbaugesellschaft) und Rosenanger im Röthegrund II (Bauwert AG). In 2018 wird sich der RWK „Schönefelder Kreuz“ weiter profilieren und stärken. In Wildau wird neben dem Wohnungsbau besonders der weitere Ausbau der sozialen Infrastruktur im Fokus stehen. Wildau muss und will seine Grundschule deutlich erweitern. 2018 sollen dafür wesentliche Planungsleistungen erbracht werden, um möglichst in 2019 mit dem Erweiterungsbau beginnen zu können. Erweitert werden sollen/müssen auch die Kita- Kapazitäten. 2018 soll hierzu die Planung entscheidend vorankommen. Auch der Kita-Neubau sollte ab 2019 real umgesetzt werden. Ein schwieriges und leider auch umstrittenes Thema ist in Wildau die Versorgung der Hochschul- Studenten mit Wohnheimplätzen. Hier muss sich die Hochschule positionieren und ihren Bedarf oder Nicht-Bedarf artikulieren. Dann kann die Stadt reagieren. Spannend bleibt in Wildau in den nächsten Jahren auch das Thema Sportkapazitäten. Wildau ist seit Jahrzehnten sehr sportorientiert. Ein entsprechender Bedarf besteht. Seit Jahren schon hat der Wirtschaftsund Wissenschaftsstandort Wildau ein ärgerliches und gerade für die Unternehmer und die Hochschule fühlbares Defizit: kein eigenes Hotel am Ort. Hier könnte ab 2018 eine attraktive Verbesserung für Wildau angeschoben werden. Ein wichtiger Investitionsschwerpunkt wird in Wildau auch in 2018 voraussichtlich der Straßenbau sein. U.a. soll der Westkorso im nördlichen Teil von Wildau ab 2018 grundhaft ausgebaut werden. Ebenso der sog. 0. BA der L401 (Richard-Sorge-Straße) vom südlichen Ende der Schwartzkopffsiedlung bis zum Ortseingang von Königs Wusterhausen. Und schließlich soll und muss es in der Wildauer Waldsiedlung ab 2018 mit dem Straßen- und Wegebau deutlich vorangehen. Dr. Uwe Malich / Dr. Udo Haase / Dr. Lutz Franzke

→11 | BER aktuell → Aktuelles aus der Region Januar 2018 152 neue Wohnungen für Schönefeld Fertigstellung und Übergabe ab erstem Quartal 2019 Die Pensionskasse der Bewag und der Wohnprojektentwickler Bonava schlossen einen Kaufvertrag über ein Wohnimmobilienprojekt in Schönefeld. Die Investition umfasst 152 Wohnungen. Die Investitionssumme beträgt ca. 30,7 Millionen Euro. Fertigstellung und Übergabe des Projektes ist schrittweise ab dem ersten Quartal 2019 geplant. In der Gemeinde Schönefeld errichtet der Wohnprojektentwickler Bonava auf einem ca. 14.400 Quadratmeter großen Grundstück sieben Wohngebäude. Damit entstehen an der südlichen Berliner Stadtgrenze rund 10.300 Quadratmeter neue Wohnfläche. Zu den 152 Wohnungen, ausgestattet mit Einbauküchen und Laminatfußboden sowie Balkon oder Garten mit Terrasse, gehört je ein Außenstellplatz. Die Gebäude sind mit Aufzügen ausgestattet, einige der Wohnungen sind barrierefrei. Mit der erwarteten Baugenehmigung Ende 2017 werden die Bauarbeiten beginnen und bei panmäßigem Verlauf die ersten Mieter im Frühjahr 2019 einziehen. „Insbesondere bei Pendlern erwarten wir eine hohe Nachfrage. Denn mit guter Verkehrsanbindung nur rund 25 Kilometer südlich der Berliner Innenstadt gelegen, ist Schönefeld ein interessanter Wohnstandort“, erwartet Bonava- Projektleiter Rainer Buckenauer und ergänzt: „Gleichzeitig liegt das grüne Brandenburger Umland unmittelbar vor der Haustür. Und so ist der Standort auch für Familien attraktiv, einmal mehr da Schulen, Kinderbetreuungsangebote, Freizeitund Einkaufsmöglichkeiten unweit liegen.“ Für Bonava ist es nicht das erste Engagement in der Gemeinde. In der Bertolt-Brecht-Allee lässt der Wohnprojektentwickler mit rund 1.000 Wohneinheiten bis 2023 ein ganz neues Wohnquartier entstehen – ein Mix aus Reihen- und Doppelhäusern sowie Eigentums- und Mietwohnungen. Bonava verkauft zum siebten Mal an die Pensionskasse der Bewag. Der Investor wird die neuen Wohneinheiten eigens verwalten und im Bestand halten. „Sowohl Käufern als auch Mietern ist es wichtig, bezahlbar und gleichzeitig modern sowie energieeffizient zu wohnen“, so Andreas Heinrich, Sprecher des Vorstandes der Pensionskasse der Bewag. PM Bonava Bonava baut moderne Mietwohnungen in Schönefeld. Werben in der BER aktuell? Infos unter: j.kobs@elro-verlag.de / Tel. 0175 167 43 38 Quelle: M. Tadra Ein Medien-Unternehmen aus der Region Berlin-Brandenburg VERLAGSGESELLSCHAFT MBH Eichenallee 8 / 15711 Königs Wusterhausen TEL 03375 / 2425 0 / info@elroverlag.de / www.elroverlag.de SENIORENMAGAZINE TEL 03375 / 2143 19 / satz2@elroverlag.de / www.seniorenmagazine.de

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